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SUMMARY:Unsicheres Internet - staatlich verordnet?
DESCRIPTION:Die Enthüllungen des Jahres 2013 von Snowden et al. haben gezei
 gt, dass staatliche Stellen mächtige Zugriffsmöglichkeiten auf alle Formen 
 der Kommunikation und Datenspeicherung im Internet haben und diese auch wei
 treichend nutzen. Die Sicherheit des Internets basierte bisher auf dem grun
 dsätzlichen Vertrauen in zentrale kryptografische Trust-Center, Standardisi
 erungsgremien und die Möglichkeit von Organisationen, sich gegen staatliche
  Zugriffe zu schützen. Dieses Vertrauen ist 2013 in jedem einzelnen Punkt g
 rundlegend und nachhaltig zerstört worden, da staatliche Zugriffe direkt an
  diesen Stellen ansetzen, insbesondere um bisher oft sichergeglaubte krypto
 grafische Verfahren auszuhebeln. Gleichzeitig verpflichtet der Staat seine 
 Bürger und Firmen zu Datenschutz und Sicherheit bei der Nutzung der nun dur
 ch den Staat selbst unsicher gemachten Technologien.\n\nDer Themenabend sol
 l ausgehend von den technischen Schutzmöglichkeiten (insbesondere durch Ver
 schlüsselung) die vielfältigen weiteren Dimensionen, wie die Rolle von Vert
 rauen in zentrale Stellen, aber auch rechtliche und  politische Aspekte auf
 zeigen.\n\nVortrag 1:\n\nTechnische Perspektive am Beispiel „Cryptoparties 
 – chiffrieren für alle“\n\nJürgen Fricke, procube Systementwicklung\n\nAlle
  haben etwas zu verbergen. Darum erfreut uns ein blickdichter Briefumschlag
 . Digitale Briefumschläge bieten Sicherheit für eine würdevolle und „lausch
 freie“ Kommunikation. Damit haben Sie in der Hand wer ein Leserecht bekommt
 . Welche Möglichkeiten zur digitalen Selbstverteidigung gibt es? Was ist te
 chnisch machbar? Wo liegen die Grenzen? Wie können wir unter Achtung der Pr
 ivatsphäre im Netz unsere Kommunikation chiffrieren?\n\nDer Referent: Mit d
 er Cryptoparty DIY Reihe vermitteln Jürgen Fricke und ehrenamtliche Helfer 
 seit 15 Monaten Praxiswissen an interessierte Bürger im Raum Köln/Bonn. Dab
 ei stößt die Veranstaltungsreihe Cryptoparty auf reges Interesse, aber auch
  an die Grenzen laientauglicher Wissensvermittlung. Die Cryptoparty DIY wil
 l und kann keine Fachvortragsreihe sein. Fricke durchbricht humorvoll die ü
 blichen Folien- bzw. Skript-geführten Standards wie wir sie von Weiterbildu
 ngs-Instituten her kennen.\n\n„Eine Crypto-Party ist kein Volkshochschulkur
 s” - FAZ\n\nVortrag 2:\n\n"Die Grenzen technischer Schutzmöglichkeiten"\n\n
 Dr. Oliver Stiemerling, IT-Gutachter, Köln\n\nWährend die eigentlichen tech
 nischen Verschlüsselungsalgorithmen heute intensiv durch die Wissenschaft u
 ntersucht und verbessert werden, sind die organisatorischen Maßnahmen rund 
 um ihren Einsatz oft ein deutlicher Schwachpunkt. Insbesondere basieren die
  meisten Verfahren auf dem Vertrauen in zentrale Stellen und Herstellerfirm
 en. Dieser Vortrag zeigt die Ansatzpunkte für nicht-technische Angriffe und
  die resultierenden Herausforderungen für die rechtliche Betrachtung auf.\n
 \nDer Referent: Dr. Oliver Stiemerling ist Geschäftsführer der ecambria sys
 tems GmbH und von der IHK Köln öffentlich bestellter und vereidigter Sachve
 rständiger für Systeme und Anwendungen der Informationsverarbeitung. Er arb
 eitet als Gutachter, Schlichter und Berater für Gerichte, Unternehmen und A
 nwälte. Ein Interessenschwerpunkt ist die IT-Sicherheit, insbesondere krypt
 ografische Verfahren.\n\nVortrag 3:\n\nRechtliche Perspektive: „Spagat zwis
 chen Vertrauen und Sicherheit – das Wissen staatlicher Stellen"\n\nDr. Dani
 el Neuhöfer, LL.M., Rechtsanwalt, Redeker Sellner Dahs, Bonn\n\nNicht nur f
 ür die US-amerikanische NSA, sondern auch für nationale Behörden bieten dig
 itale Datenspeicher ein beachtliches Informationspotential. Der Vortrag wir
 d die rechtlichen Hintergründe staatlicher Überwachung in internationalem u
 nd nationalem Kontext beleuchten. Wer kann unter welchen Voraussetzungen au
 f Daten von Unternehmen und Privatpersonen zugreifen? Wie können durch gehe
 ime Überwachungsmaßnahmen gewonnene Informationen in Strafverfahren verwend
 et werden?\n\nDer Referent: Dr. Daniel Neuhöfer ist als Rechtsanwalt im Bon
 ner Büro der Sozietät Redeker Sellner Dahs in den Bereichen des Wirtschafts
 strafrechts und Datenschutzrechts tätig. Er promovierte an der Universität 
 zu Köln zu einem IT-rechtlichen Thema und veröffentlicht regelmäßig Fachbei
 träge zum Straf- und Datenschutzrecht.\n\nModeration: Detlef Lippert
LOCATION:GESIS
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