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SUMMARY:SW Defined Networks & Network Function Virtualisation
DESCRIPTION:„Software Defined Networks“ (SDN) ist ein Ansatz, die Steuerung
  des Datentransfers in einem Netzwerk von der eigentlichen Übertragung zu t
 rennen. Durch diese Abstraktion können Netzstrukturen automatisiert erzeugt
  und an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden.\n\n„Network Functi
 on Virtualisation“ (NFV) bedeutet vereinfacht die Anwendung von Cloudcomput
 ing-Techniken in Telekommunikationsnetzen. Infra­strukturkomponenten, die b
 isher spezielle Hardware erforderten, werden als Software in einem leistung
 sfähigen Rechenzentrum ausgeführt. Es können z. B. mehrere Instanzen einer 
 virtualisierten Netzfunktion erzeugt werden, um einen erhöhten Bedarf zu be
 friedigen.\n\nSDN und NFV sind komplementäre Entwicklungen, die die Art und
  Weise wie Netze und Dienste von Telekommunikationsunternehmen gebaut werde
 n grundlegend verändern. Daher ist es naheliegend, dass eine Vielzahl von F
 ragen geklärt werden und Standardisierungen erfolgen müssen, um Qualität si
 cherzustellen und gleichzeitig Kostenvorteile und Flexibilität für die Unte
 rnehmen zu erlangen.\n\nZiel dieser Veranstaltung ist es, einen Überblick ü
 ber die Themen SDN und NFV zu geben.\n\nVortrag 1: „Warum die Telco-Industr
 ie sich für NFV und SDN neu erfinden muss“\n\nDer Referent: Dr. Tim Irnich 
 promovierte am Lehrstuhl für Kommunikations­netze (Prof. Walke) der RWTH Aa
 chen im Bereich analytischer Methoden zur Dimensionierung und Frequenzbedar
 fsplanung für Mobil­funk­netze. Seit 2007 ist er im Ericsson Eurolab in Her
 zogenrath/Aachen tätig. Er vertrat Ericsson in verschiedenen Gremien der na
 tionalen und europäischen Frequenzregulierung und war später Projektleiter 
 für Funkresourcenverwaltung und System­architektur im Bereich 5G Radio Acce
 ss. 2014 wechselte er in die Pro­duktentwicklung für SDN und Policy Control
 , wo er heute für die Koordination von Ericssons Beteiligung in verschieden
 en Open Source Projekten im Bereich SDN-NFV verantwortlich ist.\n\nDer Vort
 rag: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Telekommunikationsindustrie ist Sta
 ndardisierung. Betrachtet man jedoch die gesamte Infrastruktur eines Netz­b
 etreibers, so findet man eine große Ansammlung gering standardisierter „Ins
 eln“, auf individuelle Weise zu einem Gesamt­system verknüpft. Diese Indivi
 dualität ist Kostentreiber und Hemmschuh für Innovation.\n\nNFV & SDN versu
 chen der weiter steigenden Komplexität (durch die Not­wendig­­keit der Flex
 ibilisierung) mit neuen Architekturen auf Basis standar­disierter Infrastru
 kturen und automatisierbaren Prozessen zu begegnen. Dieser Ansatz kann nur 
 erfolgreich sein, wenn Standardisierung neu gedacht wird, da Einfachheit in
  der Benutzung umfassendere und komplexere Standards erfordert. Wir bei Eri
 csson glauben, dass nur eine Kombination aus klassischer Standardisierungsa
 rbeit und gemeinsamer Entwicklung von Open Source Referenzsystemen das Erre
 ichen der Ziele von NFV & SDN möglich macht.\n\nVortrag 2: „Software-Define
 d Networking für fehlertolerante Kommunikation in intelligenten Energiesyst
 emen“\n\nDer Referent: M.Sc. Fabian Kurtz ist seit 2013 wissenschaftlicher 
 Mit­ar­bei­ter am Lehrstuhl für Kommunikationsnetze der TU Dortmund. Sein F
 orschungs­schwerpunkt liegt in der Entwicklung und Leistungsbewertung innov
 ativer IKT Lösungen für die intelligenten Energiesysteme der Zukunft.\n\nDe
 r Vortrag: Die Verbreitung erneuerbarer Energien bedingt den Wandel klassis
 cher Stromnetze hin zu sogenannten Smart Grids. Die komplexe Koordi­nierung
  assoziierter Überwachungs- und Steueraufgaben geht mit hohen An­sprüchen a
 n die Leistungsfähigkeit überlagerter Kommunikationsnetze ein­her. Der Vort
 rag zeigt auf wie Software-Defined Networking die Anforderungen solch kriti
 scher Infrastrukturen durch höchste Verfügbarkeit bei geringer Latenz und h
 öchster Flexibilität bereitstellen kann. Das EU-Projekt „SmartC2Net“ nutzt 
 diese Ansätze um Versorgungsunternehmen die Nutzung öffentlicher Kom­mu­nik
 ationsinfrastrukturen zu ermöglichen.\n\nVortrag 3: „Software defined Telep
 hony“\n\nDer Referent: Siggi Langauf hat an der Uni Stuttgart Softwaretechn
 ik studiert. Seit 2003 beschäftigt er sich als selbständiger Berater mit IP
 -Telefonie. 2007 kam er zur Stuttgarter Lebensversicherung, wo er zuerst di
 e Netzwerk­administration und seit 2012 die gesamte Systemadministration ve
 rantwortet.\n\nDer Vortrag: Auf den ersten Blick ist SDN eine recht neue Di
 sziplin, deren Ansätze heute erst nach und nach in der Praxis ankommen. Wei
 tgehend unbemerkt wurde in den letzten 15 Jahren im Bereich der Telefonnetz
 e ein ähnlicher Paradigmenwechsel vollzogen. Dieser Vortrag analysiert die 
 konkreten Unterschiede zwischen klassischen und modernen Telefonie­systemen
 , um allgemeine Aussagen über Hardware- und Software­basierte Netzwerke abz
 uleiten.\n\n Moderation: Detlef Lippert
LOCATION:Hörsaal V der Uni Köln
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