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SUMMARY:Fehlerfreie Software - ein Widerspruch in sich?
DESCRIPTION:Muss Software Fehler haben? In manchen Alltagsbereichen haben w
 ir uns an mehr oder auch weniger zuverlässige Software gewöhnt („Reboot tut
  gut.“). Wenn es um Autos („Steer-by-Wire“), Flugzeuge, Kernkraftwerke etc.
  geht, möchten wir uns aber schon darauf verlassen können, dass die Softwar
 e basierte Steuerung fehlerfrei ist.\n\nWie ein hinreichendes Qualitätsnive
 au erreicht werden kann, wollen wir mit Experten aus Theorie und Praxis dis
 kutieren.\n\n\n\nVortrag 1:\n\nMethoden der Qualitätssicherung für Steuerge
 rätesoftware im Automobil-Umfeld  \n\nThomas Thurner, Managing Director „In
 dustrial Services & Solutions“ bei der SQS Software Qualtiy Systems AG\n\nZ
 unehmende Anforderungen hinsichtlich Komfort, Sicherheit, Wirtschaftlichkei
 t und Umweltschutz bei Kraftfahrzeugen können ohne intelligente mechatronis
 che Lösungen längst nicht mehr realisiert werden. Typische Anforderungen an
  Software im Automobil sind u.A. Echtzeit, Robustheit, proprietäre Laufzeit
 - und Steuergeräteinfrastruktur inkl. der angeschlossenen spezifischen Sens
 orik/Aktuatorik. Weiterhin ist die Abhängigkeit unterschiedlicher Systeme v
 oneinander in unterschiedlichen Betriebszuständen zu berücksichtigen.\n\nDe
 r Vortrag gibt einen kurzen Einblick in die Software- und Systementwicklung
 s-bedingungen aus Sicht eines Fahrzeugherstellers und zeigt Ansätze auf, wi
 e eine Qualitätssicherung entlang des Entwicklungsprozesses über Zuliefergr
 enzen hinweg sichergestellt werden kann.\n\nDer Referent:  Thomas Thurner h
 at in Stuttgart Elektrotechnik studiert, war 19 Jahre bei der Daimler AG  i
 n unterschiedlichen Aufgaben und Positionen in Vorentwicklung und Forschung
  tätig (Software Architekturen,  fehlertolerante Systeme), zuletzt bei der 
 damaligen Mercedes-Benz Technology GmbH als Leiter zweier Dienstleistungs-B
 ereiche für SW-Entwicklung und Qualitätssicherung.\n\nSeit 2007 leitet er b
 ei der SQS AG den Bereich „Industrial Services and Solutions“ der sich auf 
 Test – und Qualitätsservices für technisch eingebettete Systeme konzentrier
 t.\n\nEhrenamtlich ist er im  Beirat des VDE Württemberg und als Präsident 
 des ASQF e.V. tätig. \n\n\n\nVortrag 2:\n\nTestgetriebene Softwareentwicklu
 ng mit dem Open-Source-Werkzeug FIT \n\nDipl.-Inform. Dirk Prüter, Avaya Dü
 sseldorf\n\nTests und Qualitätsmanagement werden in den nächsten Jahren ein
 e immer größere Rolle in der IT und in der Softwareentwicklung spielen. Oft
  können nur die späteren Benutzer eines Systems die relevanten Testfälle fo
 rmulieren, da den Entwicklern das fachliche Wissen hierfür fehlt. Hier ist 
 FIT eine hervorragende Lösung. FIT (Framework for Integrated Testing) ist e
 in Open-Source Ansatz für Software-Akzeptanztests. FIT basiert auf in HTML 
 kodierten Tabellen, welche die Testfälle beschreiben und die mit normalen O
 ffice-Anwendungen direkt von Benutzern editiert werden können. Mit Hilfe en
 tsprechender Softwaremodule lassen sich die so erstellten Tests ausführen u
 nd automatisieren. So wird eine testgetriebene Softwareentwicklung ermöglic
 ht, die keinen Bruch zwischen Entwicklungs- und Testumgebung enthält. Eine 
 kostenaufwändige oder zeitintensive Einführung von Testwerkzeugen wird eben
 falls unnötig. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Technik und vermit
 telt praktische Erfahrungen aus dem Einsatz.\n\nDer Referent: Über die Elek
 tronik fand Dirk Prüter seine Begeisterung für das Thema Softwareentwicklun
 g. Dem erfolgreichen Informatikstudium an der FH Dortmund folgte 1988 eine 
 Anstellung im Hause Avaya, wo er bis heute TK-Anlagen-nahe Lösungen für Kra
 nkenhäuser, Seniorenwohnheime und das Gastgewerbe entwickelt. Nebenberuflic
 h engagiert sich Herr Prüter zeitweise als Dozent, wo er sein Wissen heranw
 achsenden IT Profis vermittelte. Seine Herausforderung sieht er als Projekt
 leiter, Analytiker, Architekt und Programmierer darin, Anwendern bzw. Betre
 ibern nutzbringende Lösungen zur Verfügung zu stellen.\n\n \n\n\n\nVortrag 
 3:\n\nDas ESA-Projekt COMPASS: Korrektheit, Sicherheit und Fehlertoleranz i
 n Luft- und RaumfahrtIndustrie\n\nDr. Thomas Noll, Lehrstuhl für Informatik
 , RWTH Aachen\n\nDie folgenschweren Defekte in der Kontrollsoftware der Ari
 ane-5-Rakete und des Mars Pathfinder sorgten weltweit für Schlagzeilen. In 
 Zukunft sollen solche Fehler mithilfe formaler Methoden schon in frühen Pha
 sen der Systementwicklung identifiziert werden. Die Europäische Raumfahrtag
 entur ESA hat hierzu das Forschungsprojekt COMPASS (COrrectness, Modeling a
 nd Performance of AeroSpace Systems; http://compass.informatik.rwth-aachen.
 de/) initiiert, in dem Techniken und Softwarewerkzeuge zur Überprüfung von 
 Fehlerfreiheit und Leistungsfähigkeit der Soft- und Hardware von Raumfahrze
 ugen entwickelt werden. Dadurch soll die Zuverlässigkeit aktueller und zukü
 nftiger Missionen erheblich verbessert werden.\n\nDer Vortrag gibt einen Üb
 erblick der Ziele, Methoden und vorläufigen Resultate dieses Projekts, das 
 unter Leitung der RWTH Aachen in Zusammenarbeit mit der Fondazione Bruno Ke
 ssler aus dem italienischen Trient und dem französischen Raumfahrtunternehm
 en Thales Alenia Space aus Cannes durchgeführt wird.\n\nDer Referent: Dr. T
 homas Noll ist Informatiker und arbeitet als Privatdozent und Projektleiter
  am Lehrstuhl für Informatik 2 (Softwaremodellierung und Verifikation) der 
 RWTH Aachen. Sein Spezialgebiet sind formale Analyse- und Verifikationsmeth
 oden für eingebettete und sicherheitskritische Systeme.\n\n\n\nModeration: 
 Detlef Lippert, Sprecher der GI Regionalgruppe  (& Tieto Deutschland GmbH)
LOCATION:Stollwerck
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