Berufsbild Informatik - Braucht man noch Entwickler?
In der hybriden Veranstaltung gehen wir der Frage nach, inwieweit sich das Berufsbild Informatik durch die dynamische KI-Entwicklung verändert und was das für die Ausbildung in den Hochschulen und die Einstellungskriterien für IT-Unternehmen bedeutet.
Veranstaltungsort
IT Center University of Cologne (ITCC)Gebäude 133, Raum 1.03
Weyertal 121
50931 Köln, DE
Beschreibung
Es erwarten Sie drei Vorträge aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wir freuen uns besonders, den neu-gewählten GI-Präsidenten, Prof. Dr. Martin Wolf, als ersten Vortragenden gewinnen zu können:
Vortrag 1:
KI verändert nicht nur das Lernen! - Auswirkungen der KI auf die Informatik-Ausbildung -
Künstliche Intelligenz schreibt Texte, programmiert Software und beantwortet Prüfungsfragen – doch was bedeutet das für die Ausbildung künftiger Informatikerinnen und Informatiker? KI-Tools gehören längst zum Studienalltag, werden in unterschiedlichen Kontexten genutzt und verfolgen vielfältige Ziele. Hochschulen haben sich darauf bislang jedoch nur teilweise eingestellt. Zentrale Fragen bleiben offen: Welche Kompetenzen werden in einer KI-geprägten Wirtschaft wirklich gebraucht? Was möchten Studierende lernen? Und wie müssen Curricula und Rahmenbedingungen darauf reagieren? Dieser Vortrag wirft einen Blick auf die Informatik-Ausbildung der Zukunft, thematisiert die wachsende Kluft zwischen technischen Möglichkeiten und notwendigen Kompetenzen und beleuchtet auch ethische Herausforderungen. Ein Impuls für alle, die Informatik-Lehre zukunftsfähig gestalten wollen.
Prof. Dr.-Ing. Martin R. Wolf ist Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V., Professor für IT-Management an der FH Aachen und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Digitalisierung Aachen (IDA). Nach seiner Promotion an der RWTH Aachen im Bereich Geschäftsprozess-optimierung war er bei Ernst & Young sowie der Deutschen Post DHL als Advisor und Manager tätig. Dort lag sein Schwerpunkt auf der Entwicklung und Umsetzung effizienter Prozesse unter Einsatz innovativer Technologien. Seit 2011 lehrt er an der FH Aachen zu Themen wie Service Management, Change Management, Digitale Transformation und Gamification. Er initiierte die Studiengänge „Wirtschaftsinformatik“ (Bachelor) und „Information Systems“ (Master). In der Forschung war er u. a. für den FH-Forschungspreis nominiert und leitete mehrere Projekte zum Aufbau des Gründungszentrums der FH Aachen. Zudem ist Prof. Dr. Wolf Gründer und Geschäftsführer der snacc-it GmbH und engagiert sich in verschiedenen Fachgremien der Informatik.
Die Präsentation des Vortrags zum Herunterladen (PDF)
Vortrag 2:
Automatisierung und Optimierung von Frontend-Unit-Tests mit Hilfe Künstlicher Intelligenz
In der modernen Softwareentwicklung fressen Unit-Tests oft viel Zeit. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit hat Patrick Lenzen untersucht, inwiefern Large Language Models das Schreiben von Unit-Tests automatisieren können. Die Untersuchung konzentrierte sich auf den Vergleich verschiedener Modelle, die zum Zeitpunkt der Untersuchung die aktuellsten Vertreter der Marktführer waren. Untersucht wurde das Ganze mit Code aus einer echten produktiven Codebasis. Der generierte Code wurde manuell anhand von vorher definierten Kriterien ausgewertet und verglichen.
Patrick Oliver Lenzen studiert Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (HBRS). Er ist neben dem Studium als Werkstudent bei der RWE Supply & Trading tätig und arbeitet dort im Bereich der Softwareentwicklung.
Die Präsentation des Vortrags zum Herunterladen (PDF)
Bei Interesse an einer Kopie der Bachelor-Arbeit wenden Sie sich bitte direkt an Herrn Lenzen: patrick.lenzen@smail.inf.h-brs.de .
Vortrag 3:
Auswirkungen der KI-Entwicklung für die Beschäftigung von InformatikerInnen in IT-Unternehmen
KI verändert die Aufgaben und Arbeitsweisen in der Informatik grundlegend. Die Rolle des Informatikers entwickelt sich zunehmend weg vom reinen Coding hin zur Gestaltung, Integration und Steuerung intelligenter Anwendungen, die in immer mehr Geschäftsprozessen genutzt werden. Damit verschiebt sich das Berufsbild hin zu größerer Verantwortung für die Automatisierung, Datenqualität, Sicherheit und die zuverlässige Einbettung von KI in die operativen Abläufe.
Im Vortrag wird auch aus Recruiting-Sicht auf die Erfolgskriterien eines sich dynamisch entwickelnden Berufsbildes eingegangen, das stärker strategisch geprägt ist und Informatiker zu zentralen Mitgestaltern einer KI‑orientierten Unternehmensentwicklung macht.
Dr. Martin Mähler leitet die Wissenschaftsbeziehungen (University Relations) der IBM in DACH. Das Ziel ist, die Zusammenarbeit mit den Hochschulen im Bereich der Lehre zu stärken und Mehrwert für beide Seiten zu schaffen.
Nach Mathematikstudium und Promotion in Informatik konnte er bei IBM als Leiter des Wissenschaftlichen Zentrums in Heidelberg, als Verantwortlicher für Innovative Geschäftsentwicklung und al Leiter IT-Management Consulting vielfältige Erfahrungen in Wissenschaft und Industrie gewinnen. Dr. Mähler ist u.a. im Wirtschaftsbeirat der GI sowie Aufsichtsrat am International Department des KIT.
Die Präsentation von Dr. Martin Mähler zum Herunterladen (PDF)
Moderation: Detlef Lippert (Sprecher der Regionalgruppe Köln der GI e. V.)
Anmeldung
- Kosten
- kostenlos - bitte nur für Präsenzteilnahme anmelden, für Online-Teilnahme werden auf dieser Seite Teilnahmelinks eingefügt
- Hinweis
- Zu dieser Veranstaltung können Sie sich online anmelden.
- Anmeldefrist
- 23.02.2026
- Freie Plätze
- 10