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SUMMARY:Alles nur geklaut?  Plagiatserkennung durch Software
DESCRIPTION:Im Einzelfall ist es allerdings nicht immer einfach, kopierte u
 nd ggf. sogar leicht umgearbeitete Fragmente fremder Werke zu erkennen. In 
 den letzten Jahren sind in diesem Bereich erhebliche Fortschritte in der so
 ftwaregestützten Erkennung von Plagiaten erzielt worden, die auch dazu gefü
 hrt haben, dass eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten von Prominent
 en und Politkern als Plagiate entlarvt wurden.\n\nDieser Themenabend behand
 elt zunächst die rechtlichen Aspekte und den Plagiatsbegriff in verschieden
 en Werksklassen. Dann werden Verfahren zur Erkennung von Plagiaten in wisse
 nschaftlichen Texten und in Musikstücken vorgestellt.\n\nVortrag 1: Die rec
 htliche Perspektive – Was ist ein Plagiat?\n\nDer Referent:  Dr. Sascha Van
 der, LL.M. wurde 2006 als Rechtsanwalt zugelassen und hat sich seit Beginn 
 seiner anwaltlichen Tätigkeit mit IT-rechtlichen Fragen befasst. Er berät s
 chwerpunktmäßig in den Bereichen IT-Projekte, Software- und Lizenzrecht, E-
 Commerce und Datenschutzrecht sowie zu IT-spezifischen Fragen des allgemein
 en Zivil- und Wirtschaftsrechts. Sein Tätigkeitsgebiet umfasst zudem den Be
 reich des Gewerblichen Rechtsschutzes mit Schwerpunkt Wettbewerbs- und Medi
 enrecht. Dr. Sascha Vander ist Mitglied des Fachausschusses für Information
 stechnologierecht des Kölner Anwalt Verein und stellvertretender Leiter des
  Erfa-Kreises Köln der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e. 
 V. (GDD). Dr. Sacha Vander ist bei CBH Rechtsanwälte in Köln tätig.\n\nDer 
 Vortrag: Es erfolgt eine Querschnittbetrachtung des rechtlich vielschichtig
 en Themas „Plagiate“ und es wird sich dem im Fokus stehenden urheberrechtli
 chen Schutz ergänzenden Schutzrechten gewidmet. Dabei wird der Vortrag vera
 nschaulichen, dass die jeweiligen Schutzrechte wie etwa Marken oder der UWG
 -rechtliche ergänzende Leistungsschutz zum Teil abweichende Beurteilungsans
 ätze für die Fragen nach dem Vorliegen eines „Plagiats“, einer „Kopie“ oder
  einer „Übernahme“ vorsehen und ebenso abweichende Schutzschranken mit Rech
 tsfolgen im Verletzungsfall in Rede stehen können. Der Vortrag verfolgt kei
 ne Vertiefung einzelner Schutzrechte, sondern legt den Fokus auf eine überb
 licksartige Gesamtbetrachtung.\n\nVortrag 2:  Plagiatsentdeckung in älteren
  Sprachwerken mit Turnitin, Wayback Machine und WCopyfind\n\nDer Referent: 
  Stefan Weber (plagiatsgutachten.com, Salzburg) ist Kommunikationswissensch
 aftler aus Österreich, Habilitation 2005 an der Universität Wien, seit 2007
  selbstständiger Plagiatsgutachter, oft als österreichischer „Plagiatsjäger
 “ bezeichnet. Lehrbeauftragter für gute wissenschaftliche Praxis an der TU 
 Wien und Lehrbeauftragter an der Universität Wien.\n\nDer Vortrag: Anhand e
 ines aktuellen Falls wird gezeigt, wie Plagiatsprüfung mit den derzeit zur 
 Verfügung stehenden Software-Tools funktioniert: Am Beginn steht der Abglei
 ch mit dem (auch vergangenen) Internet und den für die Prüfung freigegebene
 n bisherigen Uploads in die Plagiatssoftware mithilfe einer State-of-the-ar
 t-Lösung wie etwa Turnitin. Von vielen so entdeckten vergangenen Webseiten 
 gibt es nur mehr die URLs, der Content findet sich mit Glück dann noch häuf
 ig mittels Wayback Machine. PDF-Files, Word-Files und Hypertext-Dokumente, 
 die so gesichert werden konnten, werden dann im Volltext jeweils mit dem Pr
 üfwerk einzeln verglichen, dies geschieht mit einem sogenannten Diff-Checke
 r wie etwa WCopyfind. Rekonstruktionen dieser Art erlauben neue Einblicke i
 n die Textgenese und das Sichtbarmachen von Regelverstößen, die früher nich
 t erkannt wurden. Der Vortrag beinhaltet auch einen Ausblick: Software-Anbi
 eter wie Ouriginal arbeiten an einer Lösung zur Entdeckung von Übersetzungs
 plagiaten. Ein Prototyp, den auch der Vortragende einsetzt, vergleicht zwei
  Texte miteinander und bestimmt, ob sie vom selben Autor stammen (Stilometr
 ie/authorship Verifikation).\n\nVortrag 3: Musikalische Plagiate in Deutsch
 land – ein systematischer Überblick\n\nDer Referent: Jonathan Huber studier
 te Kommunikationswissenschaften und Musikwissenschaften in Augsburg und Han
 nover. Sein Masterstudium im Fach Medien und Musik an der Hochschule für Mu
 sik, Theater und Medien Hannover schloss er 2020 mit einer Arbeit über musi
 kalische Plagiatsfälle in Deutschland ab. Er ist in der Unternehmenskommuni
 kation der GEMA tätig.\n\nDer Vortrag: Die Idee von musikalischer Originali
 tät reicht weit in die Musikgeschichte zurück. Für musikalische Plagiate li
 egen jedoch keine objektiven Maßstäbe zur eindeutigen Beurteilung vor. Stat
 tdessen liegt die Entscheidung im Einzelfall bei den Gerichten. Die vorgest
 ellte Forschungsarbeit untersucht deutsche Gerichtsurteile systematisch hin
 sichtlich musikwissenschaftlicher Faktoren, anhand derer sich Plagiate kate
 gorisieren und beurteilen lassen. Wichtigster Faktor dabei ist die Melodie.
  Ausgehend von den Ergebnissen soll diskutiert werden, welche Herausforderu
 ngen sich durch Möglichkeiten der computergestützten Melodieanalyse im musi
 kalischen Plagiatskontext ergeben.\n\nVortrag 4: Softwareplagiate\n\nDer Re
 ferent: Oliver Stiermerling, Geschäftsführe der Ecambria Systems GMBH, Mitg
 lied des Leitungsgremiums der RG Köln\n\nDer Vortrag: Dieser Vortrag beschä
 ftigt sich mit den Besonderheiten bei vermuteten Softwareplagiaten. Obwohl 
 keine ästhetischen und qualitativen Ansprüche an die Software gestellt werd
 en, muss ein Computerprogramm eine eigene geistige Schöpfung des Erstellers
  sein, um überhaupt den gesetzlichen Schutz zu genießen. Es stellt sich als
 o die Frage, wie festgestellt werden kann, wessen "eigene geistige Schöpfun
 g" ein Computerprogramm ist. Zudem gibt es die ganz praktische Herausforder
 ung des Nachweises, dass ein nur als Binärcode verkauftes Computerprogramm 
 tatsächlich auf "geklautem" Quellcode basiert.  Moderation:                
           Detlef Lippert (Leiter der Regionalgruppe Köln der GI e. V.) Co-M
 oderation:                    Dr. Oliver Stiemerling (ecambria systems GmbH
 ) Co-Mod&Localhost:             PD Dr. Markus Borschbach (FHDW Bergisch Gla
 dbach)\n\nBitte melden Sie sich bis spätestens am 08.02.2022 hier an. Bitte
  reichen Sie diese Ankündigung an interessierte Kollegen und Kolleginnen we
 iter. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen und ist kostenfrei
 .
LOCATION:online Meeting per Zoom
DTSTAMP:20220213T185212Z
DTSTART:20220209T170000Z
DTEND:20220209T190000Z
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